17.Mai 2008 1.Eintrag von Alex,Klausi und Markus
Alex: Erster Eintrag am 17.05.2008 um 19 Uhr irländischer Zeit. Captain Chaos und seine Crew haben sich dieses Mal schon sehr früh auf den Weg gemacht und das Boot um 14 Uhr bereits übernommen.
Obwohl wir ja eigentlich "keine Zeit" haben, haben wir uns auf den Entgegengesetzten Weg gemacht
Unser Ziel: Holy Island.
Hätte ja auch fast geklappt : Fast !!!
Da wir nicht alle ins Beiboot passen, sind Markus, Vogel, Klausi und Sabine als erste losgefahren. Unser "Spähtrupp" auf Erkundungsfahrt ist aber leider nicht wiedergekommen.
Matthias und ich haben gewartet und gewartet und gewartet ….
Klausi: … der "Spähtrupp" hat sich entderckerfreudig auf den gefühlten 3 km langen Weg zu Holy Island in dem wackeligen und nassen Beiboot gemacht, aber egal, schließlich haben wir ja einen Außenborder. Aber eventuell hätte man ja auch mal nachsehen können, ob der Außenborder vielleicht auch mit Benzin gefüllt ist… Haben wir aber nicht. Wir haben doch keine Zeit !!! …
Alex: ….. und gewartet und gewartet und gewartet …….
Markus: … man hätte ja auch einen randvoll gefüllten Kanister mitführen können, muß man aber nicht.
Naja, gut an der Insel angekommen sind wir ja schon mal, aber wo ist der Steg zum anlegen ?
Etwas links und rechts geschaltet (`tschuldigung : Backbord und Steuerbord) und da könnte der Steg sein. Ja ist er auch. Jetzt etwas die Geschwindigkeit reduzieren … aber warum geht denn der Motor jetzt aus ???
So liegt man nun vor Holy Island und treibt gemütlich ohne Sprit in das felsige Niedrigwasser, 3km vom Hausboot entfernt und mit Gegenwind und hat den Schlüssel in der Tasche, damit Matthias und Alex auch auf gar keinen Fall zur Hilfe eilen können.
Aber das Schicksal hat seine Rechnung ohne die hilfsbereiten Iren gemacht, und so werden wir kurzerhand von zwei sehr grimmig dreinschauenden Inselbewohnern, die eigentlich ihr Abendessen angeln wollten, zurückgeschleppt. Gibt es etwas peinlicheres als dumme Touris, die in Seenot geraten ?
Ok, wenigstens haben wir aus Fehlern gelernt und hatten die Ruder mit (siehe Logbuch 2003 Markus im Beiboot im Schilf) aber ich denke, die 5 Stunden zurückrudern hätten uns den ersten Tag reichlich versaut ….
Alex: …. Dann haben wir sie gesehen. Vier leuchtend rote Punkte im Beiboot, geschleppt von ein paar Iren. Das kann doch unmöglich unser Spähtrupp sein, oder ?
Klaus: Ja,nee natürlich ist das der Spähtrupp. Mann war das peinlich. Aber macht ja nix, wir lassen uns ja gerne von Iren retten.
Und Holy Island ? Och sah von weitem ganz gut aus. War ja eh nur eine Ruine drauf, mit einem gut erhaltenem Türmchen ….. Mist.
18.05.2008 15:50 Eintrag von Klausi
Nachdem wir uns nun erfolgreich auf dem Böötchen eingelebt haben, stand die komplette Crew bereits um 7.00 Uhr auf der Matte und hatte Hunger. Der weitere Tag verlief bislang ohne Zwischenfälle. Wir haben das erste Castle erkundet, leider gab es nicht viel zu entdecken. Viel zu aufgeräumt für uns, nix überwuchert, no danger, keine Keller, keine einsturzgefahr. Aber wir suchen weiter !
20.05.2008 10:40 Eintrag von Klausi
Ich lese die Logbucheinträge bisher. Bin schnell fertig damit, das muss besser werden.
An Bord herrscht hektisches Treiben. Matthias sagt eine wellige überfahrt auf dem See voraus. Lebensmittel und ggf. fliegende Gegenstände werden gesichert, das Beiboot liegt auf Deck und versperrt alles. Dann rauf auf den See: keine einzige Welle weit und breit. Alle gehen wieder rein.
Unsere Begegnungen mit den Einheimischen ruft bei diesen Entsetzen hervor. Der Grund : Wir haben ein Boot, haben Männer an Bord, aber keine einzige Angel. "no fishing ??? " Das Entsetzen geht so weit, das die Iren uns im Pub Angeln leihen wollen, die wir (insbesondere Matthias) nächstes Jahr wieder abgeben sollen. Wir wollen zustimmen , wissen aber nicht , wie wir (insbesondere Matthias) einen nächstjährigen Bootsausflug unseren Frauen beibringen sollen und lehnen ab.
Daraufhin trinken uns die Iren den Jägermeister weg.
10:58 : oh , Matthias hat eine Welle gefunden und reitet darauf rum.
20.05.2008 Eintrag von Vogel :
"NO !!! NO !!! NO !!!" ruft ein haufen angeheiteter Iren Matthias zu, der mit seinem Handyladegerät anfängt in einem Pub an einer Steckdose zu fummeln. Matthias wunderte sich doch sehr über die panische Reaktion der Iren, hatte er doch wenige Augenblicke zuvor mit einem eindeutigen "Meister,Problem" seine Absichten kundgetan. Ebenso verwundert war sicherlich der irische Pub Besitzer, der sich gefragt hat, warum ihm ein deutscher Tourist sein Handy zeigt.
Doch Rettung naht schnell. Einige besonders emsige und eifrige Iren versuchten mittels Zahnstochern die heimische Technik zu überlisten.. Leider brachte dieses nicht den gewünschten Erfolg. Ein Adapter musste her !! Hektisches treiben und telefonieren unter den Iren. Doch angekommen ist jener wichtige Adapter bei uns nicht. Vermutlich weil man sich dann doch eher auf den Jägermeister konzentriert hat.
Nachtrag zum 18.05.2008 von Alex:
Heute haben wir uns überlegt, dass wir vielleicht mal neuen Sprit fürs Beiboot holen könnten. Der Schreck von Holy Island ist so langsam vergangen und unser Dingi ist noch fast unbenutzt. Also legen wir an und laufen los. Im Pub fragen wir nach einer Tanke. Kein Problem ! Einfach die Straße rauf und an der Kirche rechts. Tja, fragt sich nur, welche Kirche. Wir latschen und latschen. Erste Tanke : zu. Erste Kirche : nix. Also weiter … Nach gefühlten 3,5 Km haben wir dann auch eine Tanke gefunden. Juppi !!! Also jetzt nur noch die 3,5 km zurück. Schwitz …
19.05.2008 11:15 Eintrag von Klausi:
Unsere "Mann über Bord" - Übung steht auf dem Plan. Allerdings nicht mit Ansage, sondern plötzlich und unerwartet. Und das kam so : Matthias reitet weiterhin auf der Welle im Lough keineahnungwiederheißt während die Crew unter Deck bemüht ist, Tassen, I-pods und sonstige Gegenstände mit den zur verfügung stehenden 10 Händen aufzufangen. Mitten in dieser Tätigkeit stoppen die Maschinen abrupt ab und ein hilfloser Fender treibt mit gequältem Gesichtsausdruck an uns vorbei. Die Crew lässt alles fallen und eilt zur Rettung. Markus pisakt den Pömpel mit dem Bootshaken, der Pömpel flieht und wird von Matthias überfahren. Erst im 2. Anlauf, als Klausi todesmutig bei heftigen Wellengang auf dem Bauch liegend aus der Seitentür hängt, kann der der Pömpel an Bord gezogen werden.
19.05.2008 14:00 Eintrag von Klausi:
Wir haben den Höllenritt überstanden und legen an. Wir gehen an Deck und lassen das Beiboot wieder ins Wasser …. wollen das Beiboot ins Wasser lassen. Das Beiboot will aber nicht und hakt sich mit der Schraube des Außenborders an einer Klampe fest. Wieder wird eine Rettungsaktion gestartet. Die Crew wird immer besser im Retten. Das Beiboot hat überlebt.
22.05.2008 12:45 Anmerkung von Klausi:
Matthias hat einen Amerikaner verstanden, der ihn gefragt hat, wo er herkommt !!!
24.05.2008 23:55 Eintrag von Klausi:
Landgang am Abend zuvor. Matthias und Klausi machen einen Themenabend mit nach Pub wechselnden Themen, während der Rest der Crew dem Glücksspiel frönt. Was wir (M+K) bei unserer Absicht, die Pubs der Stadt abzuklappern, nicht bedacht haben, ist, das es davon sehr viele gibt. Also Guinness getrunken, Thema durchgekaut, dem Barkeeper gesagt, das das Wetter doof ist und ab in den nächsten Pub, programm von vorne starten. Nach mehreren Guinness sehen wir plötzlich blond. Bootsmaus Alex hat todesmutig die Pubs nach uns abgesucht und uns aufgespürt. Zu dritt geben wir uns die kanne und labern dummes Zeug.
Leider ist unsere Bootstour schon wieder vorbei. Die Crew war wie immer unschlagbar, Wetter na ja (der letzte Tag war wenigstens sonnig) . Bleibt nur noch die Wahl zum Wort der Woche. Hier die vorschläge:
1.: because of the running gag
2.: Multitool
3.: Brauchen wir was aus dem Supermarkt ?
4.: Meister,Problem
5.: no fish
24.05.2008 6:00 Eintrag von Klausi:
Wellenbrecher Matthias weigert sich, ebenso wie Sabine, einen Eintrag ins Logbuch zu machen. Egal, bestimme ich halt, was das Wort der Woche ist : Multitool ! Markus und sein nicht vorhandenes, bzw zu Hause vergessenes Allzweckwerkzeug, mit dem wir das Boot auch repariert hätten abgeben können.
24.05.2008 Eintrag von Markus:
Die Tage waren, wie zu erwarten, supergut. Es waren Tage an denen die Sonne schien, oder es gelegentlich regnete (siehe auch: "Das Wasser läuft gerade rein, oder gerade raus" Danke Vogel, für diese grandiose Feststellung ) Wie immer schade , das Matthias die zweite Woche verpasst. Nachdem wir mit unser polnisch-lettischen Putzfrau eine Ehrenrunde im Hafenbecken gedreht haben, bekamen wir nach dem ältesten Boot des Hafens wenigstens den neuesten Wagen. "Multitool" ist auch mein Favoritenwort fürs Wort der Woche. Für unseren nächsten Urlaub würde ich noch ein zusätzliches Reisebuch vorschlagen, denn auch im Auto kann man was erleben bzw. Leute kennen lernen !
Auf jeden Fall freuen wir uns auf die nächste Tour, wie und wo auch immer.